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Wie aus dem Oktoberfest ein Septemberfest wurde
Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, warum das Oktoberfest eigentlich Oktoberfest heißt, wenn es doch eigentlich fast ausschließlich im September stattfindet? Diese Frage hat wohl schon so manchen wissbegierigen Menschen umgetrieben und selbstverständlich hat auch dieser Umstand wie alles in der Welt seinen Grund. Ursprünglich befanden sich tatsächlich alle Festtage des Oktoberfests im Oktober. Für die knapp ersten zwei Dekaden des Festes wurde dies im Großen und Ganzen akzeptiert, doch 1828, als das Wetter im Oktober in München mal wieder hundsmiserabel war und sich bereits vereinzelt Schwimmhäute bei den Veranstaltern und Gästen bildeten, wurde für das nächste Jahr der Antrag gestellt, ob man das Fest nicht in den September vorverlegen könnte, da in diesem Monat in Bayern das Wetter meist besser sei. Die Stadtvorderen lehnten jedoch mit dem Hinweis ab, dass die Theresienwiese und die angrenzenden Felder zu dieser Zeit noch nicht abgeerntet wären, weswegen man dies nicht verantworten könnte. Im Laufe der Zeit wuchs München jedoch, sodass die an die Theresienweise angrenzenden Felder schließlich bebaut wurden und da die Theresienwiese an sich der Stadt gehörte, hatte man anno 1874 im Stadtrat schließlich ein Einsehen und der Wiesnbeginn wurde in den so genannten Altweibersommer vorverlegt. 1904 wurde dieser Regelung dann auch eine explizite Form gegeben, die besagt, dass das Oktoberfest am ersten Sonntag des Oktobers zu enden habe. Und so hält man es auch heute noch - nur nicht dieses Jahr, denn zur Jubiläumswiesn gibt es einen Tag extra.
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