Leo Reisinger und Mareike Heinen – Kellnerpärchen in der Ochsenbraterei
Leo Reisinger ist ein Mann mit vielen Talenten. Wenn er nicht auf dem Münchner Oktoberfest als Kellner Maßkrüge durch die Gegend wuchtet, arbeitet er als Obst- und Gemüsehändler, wobei seine Leidenschaft jedoch der Schauspielerei gehört, die er ebenfalls beruflich betreibt. Mittlerweile arbeitet der 31jährige das 10. Jahr als Servicekraft auf der Wiesn, wobei er die ersten beiden Jahre davon nicht in der Ochsenbraterei - wo er jetzt angestellt ist - kellnerte, sondern im Hofbräuzelt. Noch früher verkaufte er ausschließlich Pommes frites auf der Wiesn, doch zieht er den Verkauf von Bier und Hendl eindeutig vor, denn das kommt auf der Wiesn dann doch besser an als frittierte Kartoffeln.
Mareike Heinen, Leos Freundin, arbeitet im vierten Jahr in der Ochsenbraterei. Die 29jährige Fitnesstrainerin und Kinderbetreuerin kam durch Leo an den Job, mit dem sie während der Wiesn alle 16 Tage zusammen in einer der Boxen bedient. Als Vorbereitung für die Wiesn hört sich die Berlinerin jedes Jahr aufs Neue Aufnahmen mit bayerischer Mundart an, um auch ja jeden Gast verstehen zu können. Gewohnt wird während der Wiesn bei Leos Eltern in Otterfing, welche die beiden mit Verpflegung, Bügeln u.ä. fleißig unterstützen.
Von körperlichen Beschwerden bleiben die beiden in der Regel verschont, doch kommt es gelegentlich zu etwas Schlafmangel. Dieser rührt teilweise auch daher, dass man ständig mit Ohrwürmern ins Bett geht, die einen nicht sofort einschlafen lassen. Leo wird meist von „Im Wald, da sind die Räuber“ geplagt, während Mareike sich gelegentlich denkt, dass es auch seine positiven Seiten hätte, wenn der alte Holzmichl jetzt vielleicht doch irgendwann mal sterben würde.