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Die traditionelle, bayerische Lederhose
Traditionelle bayerische Lederhosen, die als Teil der bayerischen Tracht angesehen werden, gibt es hauptsächlich in zwei Längen: kurz (endet ein gutes Stück über dem Knie) und halblang als so genannte Kniebundhose, die ein kleines Stück unter dem Knie endet. Kurze galten früher als Arbeitshosen, halblange als Festtagshosen. Oft werden Lederhosen zusammen mit ledernen Hosenträgern getragen; hält die Hose auch ohne Hosenträger, werden diese häufig weggelassen. Lederhosen werden seit Ewigkeiten von den Menschen getragen, nachweisbar sind sie im Alpenraum bis ins 6. Jahrhundert. Ab dem 16. Jahrhundert begann die Entwicklung der Art von Lederhose, wie wir sie heute als Teil von süddeutschen Trachten kennen. Bereits im 19. Jahrhundert gab es bayerische Vereine, die sich dem Erhalt der Tracht verschrieben hatten. Sogar am bayerischen Königshof und dem Kaiserhof in Wien setzte eine Begeisterung für Trachten ein, welche die ursprünglich als bäuerliche Arbeitskleidung entwickelte Lederhose für alle Schichten interessant werden ließ. Heutzutage wird die traditionelle Lederhose nur noch in sehr wenigen Gegenden als Alltagskleidung getragen, es gibt sie aber tatsächlich noch. In den letzten Jahren hat die Begeisterung für die klassische, bayerische Tracht wieder stark zugenommen, wie man zum Beispiel an der Kleidung der (vor allem einheimischen, aber nicht ausschließlich) Besucher des Münchner Oktoberfests sehen kann.
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