Wilfried Sauerland zur Wiesn 2008 nicht Boxen sondern Hippodrom-Box
Wenn der Name „Sauerland“ im Zusammenhang mit „Boxen“ genannt wird, so ist in Deutschland sofort jedem klar, von wem geredet wird: und zwar vom bedeutendsten deutschen Boxpromoter aller Zeiten, Wilfried Sauerland. Doch wenn Wilfried Sauerland auf dem Oktoberfest an Boxen denkt, dann wohl eher an die gemütlichen und K.O.-freien Boxen des Hippodrom-Festzelts, anstatt an halbnackte Hünen, die ihre Fähigkeiten im Faustkampf miteinander messen.
Seine Karriere als Selbstständiger begann Sauerland mit dem Verkauf von Getränkeabfüll-Anlagen, vornehmlich im heißen Afrika. Da er von Kindesbeinen an auch ein Fan des Boxsports war - schon sein Vater nahm ihn an Boxabenden mit in die Dortmunder Westfalenhalle - wurde er eines Tages von Mitgliedern der sambischen Regierung angesprochen, ob er ihnen nicht helfen könnte. Diese wollten seine Kontakte nutzen, um einheimische Boxer in aller Welt publik zu machen. So organisierte Wilfried Sauerland seinen ersten eigenen Box-Abend in Afrika. Im Laufe der Zeit nahm er auch deutsche Boxer unter Vertrag, einer der ersten war René Weller. Seine bisher größten Erfolge feierte Wilfried Sauerland in den 90ern, als er Deutschland mit seinen Ausnahme-Boxern Axel Schulz und vor allem Henry Maske zu einem regelrechten Box-Boom verhalf.